
Geben funktioniert am besten, wenn es keine Gegenleistung erwartet
Geben wird oft als Tugend bezeichnet. In der Praxis ist es Zirkulation. Was sich widerstandslos nach außen bewegt, bleibt im Gleichgewicht.
Erwartung bindet Energie. Wenn Geben Anerkennung oder Ergebnis sucht, hinterlässt es Rückstände. Wenn es sauber freigesetzt wird, vollendet es sich selbst.
In traditionellen Systemen existierte der Zehnt, um Emotionen aus der Großzügigkeit zu entfernen. Regelmäßigkeit verhinderte Bindung.
Geben, das von Angst oder Schuld getrieben wird, kontrahiert das System.
Geben aus Klarheit beruhigt es.
Stilles, konsequentes Geben erhält das Gleichgewicht effektiver als dramatische Handlungen.
Geben ist keine Transaktion mit dem Leben.
Es ist die Teilnahme am Fluss.
Die Rendite wird nicht kontrolliert. Sie kommt über verschiedene Kanäle, zu verschiedenen Zeiten.
Wahres Geben endet sauber.
Nichts wird geschuldet.

